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FBA oder FBM: Welches Fulfillment-Modell passt zu deinem Produkt?

SELLERSHEETS Team · veröffentlicht 2026-06-12

FBA (Versand durch Amazon) oder FBM (Versand durch Verkäufer) – diese Entscheidung beeinflusst deine Marge, deine Buy-Box-Chancen und deinen Arbeitsaufwand. Die kurze Antwort: Für die meisten Private-Label-Produkte ist FBA die richtige Wahl. Aber es gibt klare Ausnahmen.

Was die beiden Modelle unterscheidet

Bei FBA schickst du deine Ware in Amazons Logistikzentren – Lagerung, Versand, Kundenservice und Retouren übernimmt Amazon gegen Versand- und Lagergebühren. Bei FBM lagerst und versendest du selbst (oder über einen Fulfillment-Dienstleister) und sparst dir diese Gebühren, trägst aber Versandkosten und Aufwand selbst.

Die Argumente für FBA

  • Prime-Logo: deutlich höhere Conversion-Rate und Sichtbarkeit
  • Buy-Box-Vorteil: FBA-Angebote gewinnen die Buy Box strukturell häufiger
  • Skalierbarkeit: 10 oder 1.000 Bestellungen am Tag machen für dich keinen Unterschied
  • Kein operativer Aufwand für Versand, Retouren und Versandkundenservice
  • Bessere Chancen im Ausland über EFN/Pan-EU

Die Argumente für FBM

  • Große, schwere oder sperrige Produkte: FBA-Gebühren steigen mit Größe und Gewicht stark an
  • Langsam drehende Produkte: keine Lager- und Langzeitlagergebühren
  • Personalisierte oder konfigurierbare Produkte, die erst nach Bestellung fertig werden
  • Backup-Strategie: FBM-Angebot parallel pflegen, falls der FBA-Bestand ausverkauft ist
  • Volle Kontrolle über Verpackung und Beilagen (Branding!)

Der Kostenvergleich – so rechnest du es durch

Vergleiche pro verkaufter Einheit: FBA-Versandgebühr + anteilige Lagergebühr gegen deine echten FBM-Kosten (Porto, Verpackungsmaterial, anteilige Lagermiete, Zeitaufwand pro Sendung). Bei einem Standardprodukt unter 1 kg liegt die FBA-Gebühr meist bei 3–5 € – das schlägst du im Eigenversand inklusive Arbeitszeit selten. Bei einem 8-kg-Produkt mit Sondergröße dreht sich die Rechnung schnell um.

Wichtig: Rechne den Prime-Effekt ein. Ein FBM-Angebot ohne Prime konvertiert messbar schlechter – ein paar Cent Versandersparnis bringen nichts, wenn die Verkäufe um 20–30 % einbrechen.

Faustregeln aus der Praxis

  • Standardgröße, unter 2 kg, dreht schneller als 3 Monate: FBA
  • Sondergröße oder über 5 kg: FBM durchrechnen, oft günstiger
  • Saisonartikel mit langer Lagerdauer: FBM oder knappe FBA-Anlieferung
  • Neue Produkte testen: FBA – der Prime-Effekt zeigt das echte Potenzial

Beide Varianten kalkulieren statt raten

Am Ende entscheidet die Marge. In SELLERSHEETS kalkulierst du dein Produkt mit allen FBA-Gebühren auf den Cent genau – so siehst du sofort, was der Versand durch Amazon dich pro Stück wirklich kostet und ob ein FBM-Setup die Marge real verbessern würde.

Spar dir die manuelle Rechnung – kalkuliere mit SELLERSHEETS in Sekunden.

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